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760.000 Euro für vom Konflikt betroffene Menschen in der Ostukraine – Deutschland fördert die Arbeit von Malteser International mit zusätzlichen Mitteln

Humanitäre Arbeit des Malteser Hilfsdienstes in der Ukraine

Humanitäre Arbeit des Malteser Hilfsdienstes in der Ukraine, © Malteser

01.08.2019 - Artikel

In der Vergangenheit hatte die Bundesregierung bereits 2 Mio. Euro für humanitäre Hilfsmaßnahmen der Malteser zugunsten von Binnenvertriebenen und Konfliktbetroffenen in der Ukraine bereitgestellt.

Vor Reisen in die Ukraine wird gewarnt. Deutsche Staatsangehörige sind dringend aufgefordert, das Land zu verlassen. Falls Sie das Land nicht auf einem sicheren Weg verlassen können, bleiben Sie vorläufig an einem geschützten Ort. Eine Evakuierung durch deutsche Behörden ist derzeit nicht möglich. Der Luftraum ist geschlossen. Eine Ausreise ist grundsätzlich auf dem Landweg möglich.
Die Deutsche Botschaft hat den Dienstbetrieb in Kiew in eingeschränkter Form wieder aufgenommen, nimmt bis auf Weiteres jedoch keine konsularischen Aufgaben wahr. Das Generalkonsulat in Donezk (mit Sitz in Dnipro) ist weiterhin geschlossen, ebenso das Büro der Honorarkonsulin in Charkiw.

Sie erreichen die Botschaft per E-Mail über das Kontaktformular.

Die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts finden Sie hier ; ein FAQ und weitere aktuelle Informationen unter www.diplo.de/ukraineaktuell

Die Bundesregierung stellt für die Fortsetzung des von Malteser International in der Ukraine durchgeführten Projekts „Beitrag zur psychosozialen Stabilisierung Betroffener des Ukraine-Konfliktes“ weitere 760.000 Euro zur Verfügung. In der Vergangenheit hatte die Bundesregierung bereits 2 Mio. Euro für humanitäre Hilfsmaßnahmen der Malteser zugunsten von Binnenvertriebenen und Konfliktbetroffenen in der Ukraine bereitgestellt.

Seit 2018 hat das durch den Malteser Hilfsdienst Ukraine in Zusammenarbeit mit der Ukrainischen Gesellschaft zur Überwindung der Folgen traumatischer Erlebnisse und der Nationalen Universität Kyiw-Mohyla Akademie umgesetzte Projekt mehr als 7.000 Betroffene durch individuelle Therapien und Beratungen unterstützt, weitere 14.000 Menschen nahmen an Gruppentherapien teil. Rund 30% der Binnenflüchtlinge in der Ukraine leiden laut aktuellen Studien an posttraumatischen Stresssyndromen, rund 20% sind von Depressionen betroffen. Diese Zahlen zeigen, wie wichtig psychosoziale Unterstützungsangebote mit Fortdauer des Konflikts werden.

Der Malteser Hilfsdienst setzt die neue Phase des Hilfsprojekts ab Juli 2019 in Gemeinden der Gebiete Luhansk und Donezk entlang der Kontaktlinie, die unter der Kontrolle der ukrainischen Regierung stehen, um. Dazu wurden mehrere psychosoziale Zentren eingerichtet. Zusätzlich werden hilfsbedürftige Menschen in abgelegenen Kommunen durch mobile Betreuungsteams erreicht.

Weitere Informationen zur Arbeit von Malteser International in der Ukraine:

https://www.malteser-international.org/de/hilfe-weltweit/europa/ukraine/oksana-khmelnytska-helferin-in-der-ostukraine.html

https://www.malteser-international.org/de/hilfe-weltweit/europa/ukraine/ukraine-in-der-grauen-zone.html

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