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Außenminister Heiko Maas zum Europatag

Außenminister Heiko Maas

Außenminister Heiko Maas, © Felix Zahn/photothek.net

08.05.2020 - Artikel

Vor Reisen in die Ukraine wird gewarnt. Deutsche Staatsangehörige sind dringend aufgefordert, das Land zu verlassen. Falls Sie das Land nicht auf einem sicheren Weg verlassen können, bleiben Sie vorläufig an einem geschützten Ort. Eine Evakuierung durch deutsche Behörden ist derzeit nicht möglich. Der Luftraum ist geschlossen. Eine Ausreise ist grundsätzlich auf dem Landweg möglich.
Die Deutsche Botschaft hat den Dienstbetrieb in Kiew in eingeschränkter Form wieder aufgenommen, nimmt bis auf Weiteres jedoch keine konsularischen Aufgaben wahr. Das Generalkonsulat in Donezk (mit Sitz in Dnipro) ist weiterhin geschlossen, ebenso das Büro der Honorarkonsulin in Charkiw.

Sie erreichen die Botschaft per E-Mail über das Kontaktformular.

Die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts finden Sie hier ; ein FAQ und weitere aktuelle Informationen unter www.diplo.de/ukraineaktuell

Zum Europatag (09.05.) sagt Außenminister Heiko Maas:

Die Europäische Einigung ist ein Geschenk – gerade für uns Deutsche. Das ist uns in diesen Tagen, in denen wir das Ende des Zeiten Weltkriegs vor 75 Jahren begehen, besonders bewusst. Am 8. Mai 1945 wurde Europa vom Nationalsozialismus befreit – wir auch. Ein grausamer Krieg mit unvorstellbar vielen Toten und Vernichtung fand endlich ein Ende. Was wir in Europa seitdem aufgebaut haben, ist einzigartig auf der Welt. Darauf sind wir stolz und es ist gleichzeitig ein Ansporn in der aktuellen Krise.

Unser Europa – vereint in Solidarität und Vielfalt – wird herausgefordert, wie vielleicht seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs nicht mehr. Wir kämpfen gemeinsam mit dem tödlichen Coronavirus und seinen Folgen. Die Bilder aus den besonders betroffenen Regionen haben uns in ganz Europa tief berührt. Unser Dank gilt insbesondere allen in der Kranken- und Altenpflege, die um jedes Leben ringen.

Wenn wir an den Beginn der Krise zurückschauen, müssen wir uns offen eingestehen: Europa war nicht gut vorbereitet auf diese Pandemie. Die meisten Staaten waren in den ersten Tagen sehr mit sich selbst beschäftigt – auch Deutschland. Das war aber auch notwendig, um unsere eigene Handlungsfähigkeit zu sichern und dann auch anderen helfen zu können. Aber die Europäische Union ist seitdem mit jedem Tag an der Krise gewachsen. Wir haben in vielen Bereichen gemeinsame Antworten gefunden: Wir kooperieren bei der Beschaffung medizinischer Güter und der Forschung an Impfstoffen. Wir haben zum Beispiel in Deutschland Intensivpatienten aus Italien, Frankreich und den Niederlanden aufgenommen. Und: Wir haben in kürzester Zeit über eine halbe Billion Euro zur Krisenbewältigung mobilisiert.

Diese Solidarität unter den EU-Staaten ist weltweit einzigartig, auch das gehört zur Wahrheit dazu. Das sollte uns allen Mut machen für den langen Weg, den wir noch vor uns haben. Die Europäische Union soll gestärkt aus der Krise hervorgehen, das ist die Richtschnur für die deutsche Bundesregierung. Dazu wird Deutschland auch weiter einen solidarischen Beitrag leisten.

Ich wünsche Ihnen zum Europatag 2020 alles Gute – und bleiben Sie gesund!

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