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Deutschland hilft: Weitere 1 Mio. Euro für die Arbeit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in der Ostukraine

24.07.2020 - Artikel

Vor Reisen in die Ukraine wird gewarnt. Deutsche Staatsangehörige sind dringend aufgefordert, das Land zu verlassen. Falls Sie das Land nicht auf einem sicheren Weg verlassen können, bleiben Sie vorläufig an einem geschützten Ort. Eine Evakuierung durch deutsche Behörden ist derzeit nicht möglich. Der Luftraum ist geschlossen. Eine Ausreise ist grundsätzlich auf dem Landweg möglich.
Die Deutsche Botschaft hat den Dienstbetrieb in Kiew in eingeschränkter Form wieder aufgenommen, nimmt bis auf Weiteres jedoch keine konsularischen Aufgaben wahr. Das Generalkonsulat in Donezk (mit Sitz in Dnipro) ist weiterhin geschlossen, ebenso das Büro der Honorarkonsulin in Charkiw.

Sie erreichen die Botschaft per E-Mail über das Kontaktformular.

Die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts finden Sie hier ; ein FAQ und weitere aktuelle Informationen unter www.diplo.de/ukraineaktuell

Nachdem die Aktivitäten der WHO in der Ukraine in den vergangenen Jahren bereits mit 3,5 Mio. Euro finanziert werden konnten, stellt Deutschland der WHO für dieses und das kommende Jahr insgesamt weitere 1,0 Mio. Euro zur Verfügung.

Die Bundesregierung folgt damit einem Aufruf der WHO, mit dem sie auf die weiterhin besonders akute Notlage im Gesundheitswesen im ostukrainischen Konfliktgebiet aufmerksam gemacht hat. Mit der Hilfe aus Deutschland beschafft und verteilt die WHO lebenswichtige Medikamente, Impfstoffe sowie medizinisches Verbrauchs- und Behandlungsmaterial für Bedürftige, die aufgrund der Konfliktsituation keinen und nur sehr eingeschränkten Zugang zu medizinischer Versorgung und Behandlungsmöglichkeiten haben.

Die von der WHO umgesetzten Hilfsmaßnahmen werden Menschen auf beiden Seiten der Kontaktlinie erreichen und umfassen die medizinische Betreuung und Behandlung von akut und chronisch Kranken, traumatisierten Patienten sowie Aus- und Fortbildungsmaßnahmen für medizinisches Personal. Außerdem sollen ukrainische Laborkapazitäten zur Überwachung und Diagnose von Infektionskrankheiten erweitert werden. Die humanitären Maßnahmen und Projekte der WHO in der Ukraine sind gerade in Zeiten der COVID-19 Pandemie von besonderer Dringlichkeit und Relevanz.


Informationen zur Arbeit der WHO in der Ukraine unter:
https://www.euro.who.int/en/countries/ukraine


Insgesamt bleibt die Ostukraine ein wichtiger Schwerpunkt der deutschen humanitären und Nothilfe. Ziel ist es, die besonders schwachen und gefährdeten Mitglieder der Gesellschaft zu unterstützen, vor allem Frauen, Kinder und Binnenflüchtlinge. Im letzten Monat erhöhte Deutschland deshalb auch die Unterstützung der UNICEF für ihre Arbeit in der Ostukraine um weitere 2 Mio. Euro für zwei Jahre.

Deutschland stockt mit der jetzigen Zuwendung zum wiederholten Male seine humanitäre Hilfe für Menschen in der Ukraine auf. Mit insgesamt 21 Mio. Euro im Jahr 2019 und bisher rund 20 Mio. Euro im laufenden Jahr bleibt Deutschland wichtigster bilateraler humanitärer Partner der Ukraine.

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