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Deutschland stellt 10 Mio. EUR für integrierte Sozialdienstleistungen und die Überwindung der Covid-19-Pandemie in ostukrainischen Gemeinden bereit

22.02.2021 - Artikel

Vor Reisen in die Ukraine wird gewarnt. Deutsche Staatsangehörige sind dringend aufgefordert, das Land zu verlassen. Falls Sie das Land nicht auf einem sicheren Weg verlassen können, bleiben Sie vorläufig an einem geschützten Ort. Eine Evakuierung durch deutsche Behörden ist derzeit nicht möglich. Der Luftraum ist geschlossen. Eine Ausreise ist grundsätzlich auf dem Landweg möglich.
Die Deutsche Botschaft hat den Dienstbetrieb in Kiew in eingeschränkter Form wieder aufgenommen, nimmt bis auf Weiteres jedoch keine konsularischen Aufgaben wahr. Das Generalkonsulat in Donezk (mit Sitz in Dnipro) ist weiterhin geschlossen, ebenso das Büro der Honorarkonsulin in Charkiw.

Sie erreichen die Botschaft per E-Mail über das Kontaktformular.

Die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts finden Sie hier ; ein FAQ und weitere aktuelle Informationen unter www.diplo.de/ukraineaktuell

Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) wird sein Projekt zur Förderung sozialer Dienstleistungen für Familien mit Kindern in Gemeinden in der Ostukraine erweitern, finanziert durch einen Zuschuss in Höhe von 10 Mio. EUR, den die deutsche Bundesregierung über die KfW zur Verfügung stellt. Der Zuschuss ist Teil des Projekts „Förderung von Sozialdiensten in der Ostukraine vor dem Hintergrund des Covid-19-Ausbruchs“ des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

Deutsche Zusammenarbeit
Deutsche Zusammenarbeit© Auswärtiges Amt, Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

In den Jahren 2019-2020 startete UNICEF das von der KfW finanzierte Projekt „SPILNO“. „Soziale Dienste für Familien in Gemeinden“ in 12 Pilotgemeinden in der Ostukraine. Der neue Beitrag wird es ermöglichen, das Projekt auf weitere programmatische Bereiche und Gemeinden auszuweiten.

Das Projekt zielt darauf ab, die Bereitstellung sozialer Dienste in den kürzlich zusammengeschlossenen Gemeinden (Hromady) weiterzuentwickeln und die neuen Verwaltungsstrukturen dabei zu unterstützen, der ihnen im Rahmen des Dezentralisierungsprozesses übertragenen Verantwortung gerecht zu werden. Die im Rahmen des Projekts entwickelten Best Practices sollen landesweit angewandt werden und kommen somit nicht nur den teilnehmenden Kommunen in den Regionen Luhansk und Donezk zugute.

Im Mittelpunkt des Projekts steht die Förderung von inklusiver Bildung, des sicheren Zugangs zu sauberem Wasser und des bürgerschaftlichen Engagements von Jugendlichen. Der Zugang zu Bildungseinrichtungen soll verbessert werden. Insgesamt werden diese Projektschwerpunkte zum sozialen Zusammenhalt und zum Wohl der Familien in den vom Konflikt betroffenen Gemeinden beitragen. Über 500.000 Menschen in der Ostukraine sollen von dem Projekt profitieren.

Alle Komponenten des Projekts sollen außerdem dazu beitragen, die Resilienz der von der Covid-19-Pandemie betroffenen Menschen zu erhöhen. Dazu gehören die Bereitstellung von Schutzausrüstung, Sensibilisierungs- und Aufklärungsmaßnahmen in Schulen und Jugendzentren, sauberes Wasser für die persönliche Hygiene und die Motivation junger Menschen, in ihren Peer Groups zu „Covid-Botschaftern“ zu werden.

COVID-19 hat die Krise in Regionen verschärft, die seit sechs Jahren unter dem bewaffneten Konflikt leiden. Im letzten Jahr ist die Nachfrage nach sozialen Diensten in Gemeinden in der Ostukraine erheblich gestiegen. Die lokalen Regierungen sehen sich mit der Notwendigkeit der Krisenreaktion konfrontiert, bei der gleichzeitigen Notwendigkeit, ein kohärentes System aufzubauen, das Schwierigkeiten für Familien mit Kindern verhindern kann. Dies ist eine Herausforderung, bei der unser Projekt helfen soll. Es ist wichtig, ein Umfeld zu schaffen, in dem sich Familien unterstützt und sicher fühlen, damit Kinder, einschließlich Kinder mit Behinderungen, ungehindert lernen und sich entwickeln können, während sie bei ihren Familien bleiben “, sagte Lotta Sylwander, UNICEF-Vertreterin in der Ukraine.

„Die Ukraine befindet sich in einer sehr wichtigen Phase der Umstrukturierung ihres Sozialsystems und der Anpassung der Dienstleistungen an die Bedürfnisse der Gemeinden. Das Wohlergehen schutzbedürftiger Gruppen und Gemeinschaften hängt davon ab, wie die lokalen Behörden mit dieser Aufgabe umgehen können. An diesem Wendepunkt steht die deutsche Regierung als Partner für die durch die militärische Situation und durch die Folgen der Pandemie geschwächten Regionen der Ukraine bereit. Wir hoffen, dass die nächsten zwei Jahre dauerhafte Ergebnisse bringen und zu einem nachhaltigen Wandel führen, der es den Gemeinden ermöglicht, sich selbst zu versorgen und selbstständig zu gedeihen “, betonte die Botschafterin der Bundesrepublik Deutschland in der Ukraine, Anka Feldhusen.

UNICEF lädt neu amalgamierte Gemeinden ein, sich an dem Projekt in der Ostukraine zu beteiligen. Gemeinden in den Regionen Luhansk und Donezk, die sich für das Projekt interessieren, können sich unter folgendem Link unter http://bit.ly/EastCommunities bewerben.

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UNICEF arbeitet an einigen der schwierigsten Orte der Welt, um die am stärksten benachteiligten Kinder der Welt zu erreichen. In 190 Ländern und Territorien arbeiten wir für jedes Kind überall, um eine bessere Welt für alle zu schaffen. Weitere Informationen über UNICEF und seine Arbeit für Kinder in der Ukraine finden Sie unter www.unicef.org.ua

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an: Nina Sorokopud, UNICEF Ukraine, +380 50 388 2951, nsorokopud@unicef.org

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